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„Der Anwaltsberuf 2035“ Umfrage-Präsentation

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Wie sehen Anwälte die Auswirkungen der Digitalisierung in der Rechtsbranche?

Präsentation & Diskussion der Future-Law Umfrage „Der Anwaltsberuf 2035“

Großer Andrang herrschte am 2.10.2017 bei der Präsentation der Anwaltsumfrage zur Zukunft des Anwaltsberufs, die Future-Law gemeinsam mit Gastgeber Hypo Vorarlberg in Wien und dem IT-Experten ADVOKAT beauftragt hatte. Die abwechslungsreiche Präsentation der Umfrage durch Sophie Martinetz (Future-Law) setzte den Grundtenor – die Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte in Österreich stehen der Digitalisierung der Rechtsbranche mehrheitlich positiv gegenüber.EventHYPOspeakr
In der anschließenden Diskussion – moderiert von Beatrice Schobesberger, Direktorin Wealth Management Hypo Vorarlberg, reflektierten Erik Hödl (Counsel bei Barnert, Egermann, Illigasch), Sophie Martinetz (Future-Law), Susanne Mortimore (Director Marketing, Sales & Customer Operations Lexis Nexis) und Manfred Wurz (Geschäftsführer ADVOKAT) die Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung aus ihrem Blickwinkel.

Knapp die Hälfte der Anwälte plant laut der Future Law-Studie in den nächsten 5 Jahren konkrete Schritte, um den Grad der Digitalisierung in der Kanzlei zu erhöhen. Der Einsatz innovativer Workflow Tools wird weitgehend als unerlässlich angesehen. 83% können sich außerdem vorstellen, einen digitalen Assistenten für die Recherche einzusetzen. Dass dieser Assistent auch die Rechtsberatung von Mandaten übernimmt, halten jedoch 76% der AnwältInnen für sehr bis eher unwahrscheinlich. Zwar sagen laut einer von LexisNexis im Whitepaper zur Digitalisierung der Rechtsbranche publizierten Umfrage knapp 70 % der Österreicherinnen und Österreicher, sie würden für ausgewählte Leistungen durchaus einen Roboter-Anwalt zu Rate ziehen, aber aus Konsumentensicht bleibt der Jurist nach wie vor die vertrauenswürdige Kompetenz. Vertraut wird dem automatisierten Service vor allem dann, wenn gesichert ist, dass es von Rechtskundigen kontrolliert wird. Das entspricht auch dem Bild, das die RechtsanwältInnen von ihrer Rolle auch in 2035 haben – die Rolle als rechtliche ExpertIn hat weiterhin grosse Bedeutung.

Generell erwarten Anwälte, dass der Wettbewerbsdruck – unabhängig von der Entwicklung im Legal Tech-Bereich – zunehmen wird. Hier wird die Digitalisierung dezidiert als Chance und Hebel für einfachere Abläufe, mehr Effizienz und flexibleres Arbeiten – gesehen.
Insbesondere letzteres steht bei Österreichs Anwaltschaft sehr hoch im Kurs: Flexible Arbeitszeiten (82,1%) und Familienfreundlichkeit (63,2) werden weit vor Weiterbildung (29,9%) und überdurchschnittliche Verdienstmöglichkeiten (22,2%) als wichtigste Anreize zur Gewinnung neuer MitarbeiterInnen genannt.
Die Kommunikation mit den MandantInnen, die derzeit mehrheitlich über Email erfolgt, können sich viele AnwältInnen in 2035 vermehrt über innovative datensichere Online Tools vorstellen‎.

Die vollständigen Ergebnisse der Future Law-Umfrage finden Sie hier zum Download: http://future-law.at/download-link


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Forum Alpbach Legal Tech Unterlagen

EFA_Logo_Official_Partner_2017_300dpi_Digitaldruck_transparentWEBpngLegal Tech und Recht: Künstliche Intelligenz zwischen Vorfreude und Skepsis

Noch ist die Digitalisierung in der Rechtsbranche nicht ganz angekommen. Allerdings wird sich das ändern: Künstliche Intelligenz in Form von Legal Tech wird die Rechtsbranche nachhaltig verändern. Justizsystem, Anwälte oder große Rechtsabteilungen von Unternehmen: Wer wird sich am schnellsten die neue Technologie zu Nutze machen und neue Standards setzen?

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