Als zweiter Gast in unserer Interview-Serie über innovative Rechtsabteilungen dürfen wir heute Dr. Stefan Stockinger LL.M.Legal/Head of Contracts & Projects at OMV begrüßen.

Future-Law präsentierte am Montag Abend 24.9, gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern — Vereinigung Österreichischer Unternehmensjuristen (VUJ), LexisNexis und SCWP Schindhelm
die Umfrageergebnisse des Marktforschungsinstituts mindtake.

Umso mehr freut es uns, über den konkreten Einsatz von Legal Tech bei OMV sowie ein paar Fakten über die Umfrage Rechtsabteilung 2035 mit Ihnen teilen zu können. (Für das volle Interview-Video sowie die Umfrage klicken Sie bitte auf diesen Link.)

Der Einstig in unsere Unterhaltung mit Herrn Stockinger, machte die Frage welche Bereiche sich aus seiner Sicht besonders gut für die Digitalisierung im Allgemeinen eignen?
Seiner Meinung nach sind vor allem Bereiche, wo Business einen konkreten Bedarf hat aber viel Governance aus dem juristischen Bereich kommen muss.

Die Umfrageergebnisse zeigen, dass die RechtsabteilungsleiterInnen sich zusätzliche digitale Technologien um Ihren Arbeitsalltag zu erleichtern in den folgenden Bereichen wünschen: Platz 1: Datenmanagement (65 %), Platz 2: Organisation großer Datenmengen (39,2 %), Platz 3: Organisation innerhalb der Rechtsabteilung (37,5 %)

Der OVM Konzern teilt sich in drei große Bereiche, welche verständlicherweise alle verschiedene Anforderungen an digitale Lösungen stellen. In jedem dieser Bereiche wird gerade an Legal Tech Projekten gearbeitet.

Herr Stockinger berichtet, dass im Corporate-Bereich sehr erfolgreich, mit dem Konzerneinkauf, die digitale Signatur implementiert wurde. Dieser Signaturprozess hat unmittelbar zu sehr starken Effizienzsteigerungen vor allem in der Rechtsabteilung geführt. Die meisten Signaturtools, die schlichtweg in Emailapplikationen eingebetet werden sind so flexibel, dass man in den bestehenden Prozessen mit den Signaturtools ausrollen kann. Nach Statistiken des Konzerneinkaufs der OMV werden werden mittlerweile 70% auch der externen Verträge binnen 24h unterzeichnet.

Ein großes Digitalisierungsprojekt läuft auch gerade im Upstream Bereich (der Produktionsbereich), erzählt Herr Stockinger. Wobei es darum geht den Life-Cycle von digitalen Daten zu definieren. An dieser Stelle ist auch die Rechtsabteilung sehr stark eingebunden, da es wichtig st zu wissen wo die Daten, zum Beispiel relevant für einen Rechtsstreit, konkret liegen/abgelegt sind.

Dieser Trend zeichnet sich auch in der Umfrage ab. Den höchsten Bedarf erkennen die Juristen für Ihre Rechtsabteilungen künftig im mobilen Zugriff inkl. Bearbeitungsmöglichkeit (93 %), Dokumentenmanagement und -auffindbarkeit außer Office (92 %) und Rechtsdatenbanken (89 %).

Im Downstream Bereich, sprich im Gashandel, gibt es mehrere europäische Energieunternehmen, welche mit OMV zusammen, eine Möglichkeit in der Blockchain sehen, besonders im Smart Contract Bereich und bei der wechselseitigen Verifizierung, einen Vorsprung zu schaffen.

Nach diesem kleinen Vorgeschmack auf hier der Link, welcher Sie zum vollen Interview führt. Falls sie das Interview mit Dr. Katharina Schelberger Rechtsabteilungsleiterin von der ÖBB Holding AG verpasst haben, können Sie es sich dort ebenfalls ansehen. Am 8.10 freuen wir uns auf RA Dr. Matthias Brand von checkmypassport.at und seinen Insight in die Branche!

Ihr Future-Law Team,

Sophie Martinetz & Sophie Werner

  Sophie Werner