In den letzten Jahren offerieren immer mehr Startups mit unterschiedlichsten Angeboten Dienste im Legal Tech-Bereich. Einer Studie von Thomson Reuters Legal zufolge wurden 579 “lawtech” Patente weltweit eingereicht im Jahr 2016 im Gegensatz zu den 99 aus dem Jahr 2012. Die Expansion bei Legal-Startups und Patentanmeldungen sind getrieben von dem Interesse nach schnelleren und günstigeren Möglichkeiten die anwaltlichen Services anzubieten.

Der deutsche Markt hat schon viele Beispiele von automatisiertem Rechtsbeistand hervorgebracht. Die folgende Liste gibt einen Überblick über einige momentan am österreichischen Markt agierende Unternehmen:

DALICC: Data Licence Clearance Center: Software – Unterstützung bei Wiederverwendung von externen Datenquellen — ein österreichisches Produkt in englischer Sprache, welches in dieser Form noch nicht am deutschen Markt vorhanden war

Fairplane: Entschädigung bei Flugverspätung, Flugausfall — das österreichische Pendant zu den deutschen Seiten, nutzbar in drei Sprachen

Fassungsvergleich: Individuelle und tagesaktuelle Gesetzessammlung, Benachrichtigung bei Gesetzesnovellen

JAASPER: Der Robin Hood der KonsumentInnen: Prüfung konsumentenschutzrechtlicher Rechtsfälle für Fixpreis

LeReTo: Legal Research Tool: juristische Quellenrecherche und ris-Abfrage vollautomatisch — durchaus effizienzsteigernd und interessant für verschiedene Arten juristischer Arbeit

Minebox: Blockchain-basierte Netzwerk-Speicher (Massendatenspeicherung über Cloudelemente), übernommen von Clearcenter

iurio: Ist ein Tool für Anwälte und Rechtsabteilungen, welches in Microsoft Word integriert wird und stellt Informationen zu Änderung, etc. im Dokument dar und ermöglicht die Kommunikation innerhalb dieses Dokuments sowie Taskerstellung, Verhandlungsmodus, etc. .

lawstar: Ist eine Lern,- und Communityplattform für Jusstudierende. Es bietet außerdem die aktuellen Informationen zur österreichischen Juristenszene, Rechtsprechung und Gesetzgebung auf dem aktuellsten Stand.

Legal Tech Initiativen ermöglichen oftmals Effizienzsteigerung oder die Liberalisierung juristischer Arbeit und vereinfachen so den Zugang zum Recht. Welche Legal-Tech-Geschäftsmodelle sich dauerhaft bewähren wird sich wohl nur über längere zeit zeigen zeigen. Der Trend diese Legal Tech Start- Ups in das gewohnt Geschäftsmodell einzubauen ist auf jeden Fall da.

Falls Sie noch mehr über Legal Tech und/oder die Start-Ups dazu wissen möchten, haben Sie auf der Legal Tech Konferenz am 7. November die Möglichkeit dazu. Das Motto: Tools, Tools, Tools konzentriert sich auf die praktische Anwendung. Die zweite FUTURE-LAW Konferenz setzt sich mit dem konkreten Nutzen von Legal Tech für staatliche Institutionen, Kanzleien und Rechtsabteilungen auseinander.
Innerhalb einer kompakten eintägigen Veranstaltung, werden praxisnah die konkreten Möglichkeiten von Legal Tech und das große, noch lange nicht ausgeschöpfte Potential der Revolution 4.0 präsentiert.

Ihr Future-Law Team,

Sophie Martinetz & Sophie Werner

  Sophie Werner