Cybersecurity Konkret (4.6.2018 @ weXelerate): Nachbericht

Topaktuelles Thema für Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte: Future-Law lud ein zu „Cybersecurity – Konkret“ im WeXelerate

Datensicherheit lebendig erleben: am 4. Juni 2018 luden Future-Law mit Advokat, Barracuda, Philips und techbold Vertreter der Rechtsbranche ins WeXelerate ein. Ein Experten-Panel aus Technikern und Praktikern diskutierten das Gefühl der digitalen Unsicherheit im Rechtsbereich. Datensicherheit und Cybersecurity wurden als eine der Top 3 Gefahren der Digitalisierung bei der Future-Law Umfrage der Anwaltsberuf 2035 genannt.

Aber was sind nun die konkreten Gefahren, die aus dem Cyberspace ausgehen und wie kann man sich davor schützen? In den techbold IT-Audits der letzten 18 Monate fehlten bei bis zu 35% der Rechtsanwaltskanzleien funktionierende Backup Systeme. Mangelnde Sicherheitskonzepte bei der Vermischung von privaten und beruflichen Sphären wie zB am Mobiltelefonen und keine klaren Richtlinien für die Handhabung von MitarbeiterInnen Passwörtern sind nur die Spitze des Eisberges. Das beliebteste Passwort ist übrigens „hallo“ und es wird durchschnittlich alle 41 Monate gewechselt.

Damian Izdebski, Othmar Schrempf, Ulrich Fleck, Manfred Wurz, Kurt Kirchberger, Sophie MartinetzVon dieser Situation ausgehend wurde intensiv diskutiert, welche Kriterien eine Cloud erfüllen sollte, um rechtsanwaltlichen Ansprüchen zu entsprechen und welche Sicherheitsanforderungen von den RechtsanwältInnen ans das mobile Arbeiten gestellt werden sollten und wie IT-Policies auch im täglichen Leben gut umgesetzt werden können.

Interessierte hatten die Möglichkeit Manfred Wurz | ADVOKAT, Kurt Kirchberger | Barracuda, Othmar Schrempf | Philips, Damian Izdebski | techbold zuzuhören und sich sowohl selbst eine Meinung von der Thematik zu bilden, als auch Expertenwissen mitzunehmen. Eine spannende Diskussion mit Input aus dem Publikum folgte dem Panel der Experten.

Ulrich Fleck – Cybersecurity Experte | SEC Consult, gab als Impuls einen Überblick über Cybersecurity im Rechtsbereich und reichte das Wort an Sophie Martinetz weiter, welche durch den Abend moderierte.
Im Anschluss gab es die Möglichkeit die Experten persönlich zu befragen und sich untereinander bei den verschiedenen Themeninseln zu den einzelnen spezifischeren Themenbereichen auszutauschen.

Eindrücke des Abends:

Damian Izdebski

Damian Izdebski, techbold Gründer und CEO meinte: „Obwohl das Bewusstsein für die steigende Gefahr für die IT-Sicherheit vorhanden ist, sorgen vor allem kleinere und mittelständische Unternehmen aktuell zu wenig vor. Die Datensicherung und der Anti-Virenschutz funktioniert nur bei 4% aller von techbold untersuchten Unternehmen perfekt. Bei den Updates von den IT-Systemen schaut es nicht viel besser aus, diese sind nur bei 8% der Unternehmen fehlerfrei. Ein IT-Audit ist das ideale Instrument um den Status Quo der IT-Systeme zu prüfen und dokumentieren. Im Zuge des IT-Audits werden alle kritische Schwachstellen ermittelt und aufbereitet. Vorschläge für Aktualisierung, Optimierung und etwaige Einsparungen der IT-Systeme ergänzen das IT-Audit.“

Über zum Beispiel die Wichtigkeit auch den Dokumentationsprozess rechtskonform und datensicher aufzustellen sprach Othmar Schrempf von Phlips: „Ob von unterwegs, Othmar Schrempfbei Gericht, beim Klienten, in der Kanzlei oder im Home Office, ob Spracherkennung oder klassische Transkription, ob Smartphone oder Diktiergerät: die Cybersecurity und Rechtskonformität ist bei Philips Diktierlösungen stets gegeben“.
Wie genau das ermöglicht wird für den Juristen / die Juristin war einer der Themenpunkte im Gespräch: „Das Smartphone wird nahtlos in den Diktier-Workflow miteingebunden: durch End-to-end-Verschlüsselung, der Nutzung von Microsoft-Hochsicherheitszentren und on-premise-Lösungen garantieren wir Cyber- und Datasecurity für das Rechtswesen.“

Was bedeutet Cybersecurity überhaupt, welche Gefahren können das konkret sein und was kann man dagegen tun? Hier hackt Manfred Wurz von ADVOKAT ein: „Durch den Trend vermehrt mobil zu arbeiten und sich mit anderen Anwälten und Mandanten zu vernetzen, steigt auch der Bedarf sensible Daten in ihrer elektronischen Form besser zu schützen. ADVOKAT stellt dafür so einige Funktionen und auch spezielle Softwaremodule zur Verfügung.“

Kurt Kirchberger, Barracuda erklärte technische Konzepte und wie State-of-the-Art Lösungen im Bereich Netzwerksicherheit, E-Mail-Sicherheit und Datenschutz schützen kann. Und das dies Kurt Kirchbergerauch als managed Service funktionieren. Dies hat den Vorteil hat, dass kompetente Partner die Installation, den Betrieb und die laufende Wartung durchführen und somit Kunden immer am aktuellen Stand der Technik und gegen die sich ständig ändernde Bedrohungslage bestmöglich geschützt sind.

Das Ziel der Veranstaltung war ein wenig Klarheit zu schaffen oder zumindest die „Furcht“ vor dem Verlust über die Kontrolle unserer Daten, mit Fakten und rationalen Konzepten, zu nehmen und konkrete Lösungen zu diskutieren. Zwei Stunden angeregter Austausch zu einem sehr relevanten Thema waren quasi vorprogrammiert!