#Soziale Medien und Webinare – Little League of Legal Tech

Smartphones mit Sozialen Netzwerken
Ob man auch als Anwalt oder Anwältin Soziale Medien sinnvoll und effizient nutzen kann kommt primär auf die Zielgruppe an, welche man ansprechen will. Nicht nur bei der Frage ob man soziale Medien verwenden soll, sondern auch welche.

Blogs und Soziale Medien erringen immer mehr Akzeptanz auch in der Anwalterei — in Deutschland verzeichnet man derzeit circa 1000 Blogs. Engagierte Rechtsanwälte können mit ihrem Blog eine große Leserschaft erreichen. Natürlich hängt dies sehr davon ab, wie etabliert sie schon im Netz sind, wie häufig sie schreiben, wie gut vernetzt sie sind, und wieweit die Inhalte etwa für Suchmaschinen optimiert sind.

Wichtig ist es sich jedoch vor allem vor Augen zu halten, dass obwohl man hier von massiven Verbreitungsmöglichkeiten spricht, Content immer noch King ist. Statt Büchern, welche teuer in der Herstellung sind und oft nicht einfach zu bekommen sind, handelt es sich bei der digitalen Version um einen weitaus günstigeren und stärkeren Vertriebskanal. Die Multiplikation kostet nichts, trotzdem sollte man den Workflow im Hinterkopf behalten und mit Strategie an die Sache herangehen.

Jeder kann Soziale Medien nutzen um sich und seine Kanzlei bekannt zu machen und Mandanten zu akquirieren. Ein Xing, LinkedIn oder Facebook-Portal zum Beispiel, ist schnell erstellt. Während Facebook vor allem an potenzielle Mandanten gewendet wird, nutzt man die Business-Netzwerke Xing und LinkedIn für Kontakte. In Zeiten der Digitalisierung nutzen immer mehr Berufstätige Karriere-Netzwerke im Internet, um sich potentiellen Arbeitgebern zu präsentieren. Aber auch Unternehmen nutzen diese Plattformen, um neue Talente zu sichten und Werbung in eigener Sache zu machen. Welche der beiden Plattformen eher für den individuellen Nutzer geeignet ist, kommt auf verschiedene Faktoren an.

  • Xing ist das führende Netzwerk im deutschsprachigen Raum und eignet sich daher für Mitglieder, die vor allem im deutschsprachigen Raum tätig sind. Freelancer und Freiberufler nutzen diese Seite gerne
  • LinkedIn  ist eine internationale Plattform. Wenn Sie als Experte oder Ihr Unternehmen länderübergreifend tätig sind, ist dieses Netzwerk die bessere Wahl. Fach- und Führungskräfte fühlen sich besonders wohl. Auch die Start Up Szene ist hier stark vertreten.
  • Facebook kann vor allem für kleinere und mittlere Unternehmen interessant sein. Die Seite sollte das Unternehmen repräsentieren, ähnlich einer Website. Ziel ist die Präsentation des Unternehmens über ein Design, das die Kunden „anlockt“. Dieses sollte jedoch auch immer den Inhalt beziehungsweise die Intention der Seite ausdrücken, um dem Besucher die Orientierung zu erleichtern.
  • Webinare scheinen ihren Moment im medialen Spotlight bereits verlebt zu haben, obwohl sie zur günstigen und direkten Verbreitung nützlich sein können.

Dennoch ist zu sagen, dass man nicht mit der Erwartungshaltung beginnen sollte, über Social Media neue Mandanten zu generieren, dies führe zunächst zu Enttäuschung. Wichtig ist die richtige Strategie. Aber auch Geduld.
– Wichtig ist zum Beispiel ein vollständiges Profil, in dem sehr genau das rechtliche Spezialgebiet dargestellt wird und ganz konkret benannt wird, was Sie bieten können. Ein guter Slogan ist hilfreich, die Leute sollen neugierig werden. Schlicht „Rechtsanwalt“ ist im Profil zu wenig.
– Ein wichtiges Werkzeug in den sozialen Netzwerken ist die Gründung einer Gruppe. Diese Gruppen können entweder dazu genutzt werden, sich fachlich unter Anwälten auszutauschen. Sie können aber thematisch auch so gewählt sein, dass sie auch Außenstehende interessieren und daher potenzielle Mandanten ansprechen.

Ihr Future-Law Team

Sophie Martinetz & Sophie Werner

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