Mit Hilfe von Legal Tech können neue Geschäftsfelder erschlossen werden. Legal Tech kann die Arbeit von Rechtsanwälten erleichtern und die Konzentration auf hochwertige Rechtsdienstleistungen fördern. Weiters kann es auch ein Tool sein, dass man seinen Mandantinnen und Mandanten zur Verfügung stellt. Legal Tech kann den Zugang zum Recht kostengünstiger gestalten, die im Rahmen einer analogen Bearbeitung unwirtschaftlich wären. 

Realistisch betrachtet wird Legal Tech nich mehr so leicht verschwinden – auch wenn es teilweise noch kritisch beäugt  wird — jetzt gilt es an der Integration in den Arbeitsalltag zu arbeiten. 

Mit Legal Tech, also der Digitalisierung der Rechtsbranche, wird eine ganz neue Ära eingeläutet. Obwohl der große Durchbruch noch kommen wird, gibt es auch schon jetzt Möglichkeiten, sich die Digitalisierung der Anwalterei zunutze zumachen. Legal Tech ist der Werkzeugkasten der JuristInnen, wobei es nicht immer gleich Artificial Intelligence sein muss. 

Die Digitalisierung gliedert sich grob in drei Stufen: 

  1. Interne Prozesse digitalisieren: Bestehende Prozesse und Tätigkeiten zu automatisieren.
  2. Neue Prozesse: Neue Prozesse mit neuen Tools umsetzen, um sich mittelfristig echte Wettbewerbsvorteile zu erarbeiten z.B. Legal Design Thinking. Die dadurch neu definierten Prozesse können dann mit Hilfe technischer Tools (durchaus Low Legal Tech) umgesetzt werden.
  3. Neue digitale Geschäftsmodelle/Lösungen: Dieser Bereich fokussiert sich primär auf das Angebot neuer Möglichkeiten. Konkrete Beispiele wären hierfür z.B. standardisierte Rechtsleistungen gegenüber Mandanten, oder die direkte digitale Einbringung von gerichtlichen Anliegen.

Legal Tech-Unternehmen wollen nicht nur den Mandanten genau im Blick haben. Legal Tech bedeutet auch, da zu automatisieren, wo es möglich ist. “Alles was automatisiert werden kann wird automatisiert— es wird einen Schub im Thema Standardisierung geben und Erschließung zusätzlicher Mandantenbereiche.” – Sophie Martinetz

Viele Juristen befürchten, dass mit der steigenden Quantität die Qualität der Rechtsberatung sinken könnte. Hierbei ist zu sagen, dass die neue Technik vielmehr als ein Werkzeug, das dem Anwalt „lästige Arbeit“, wie Recherche oder die Erstellung von Schriftsätzen, abnimmt, damit er sich auf seine Kernaufgabe, die Rechtsberatung, konzentrieren kann.

Wollen Sie konkret wissen wie es um Ihre Berufsgruppe aussieht oder interessieren sich für zukünftig relevante Karrieren und welchen Einfluss die Automatisierung darauf haben wird? — dann folgen Sie diesem Link der Süddeutschen Zeitung: https://gfx.sueddeutsche.de/pages/automatisierung/

Ihr Future-Law Team,

Sophie Martinetz & Sophie Werner

Sophie Martinetz